Ben Reel & Ronald de Jong – Irish Americana mit Inbrunst – Tour Cancelled

09
Apr 2020
Donnerstag

Irish – Americana – mit Ronald de Jong – tolles Songwriting eines einfühlsamen Musikers

Ben Reel ist vor allem ein wundervoller Sänger. Aus einer schier unendlichen Tradition von wunderbaren irischen Songwritern kommend, ist Ben ein begnadeter Meister der Kombination von Sprache und Musik. Dennoch ist seine Musik nicht nur traditionell irisch.

Ben Reels Texte sind die moderne Version der „Make Love not War“-Texte der ´68er Generation. Ein moderner Songwriter mit packenden Popsongs in Richtung Americana, Blues und Rock  als auch mit Ausflügen zum Soul oder Reggae wie Jeb Loy Nichols z.B. ! Davbei erkennt man immer die Handschrift des Iren, Beliebigkeit passt nicht zu ihm…

 

 

 

 

 

 

Gerry Anderson von BBC radio Ulster nannte Reels 5. Album „Sweet Victory“ „the best album I´ve heard in years“.

2013 präsentierte er sein sechstes Album “Darkness and the Light” und außerdem auch die akustische Live CD „Live In Haarlem“ mit seinem Freund, dem Kontrabassisten und Sänger Ronald de Jong. Live hat Ben Reel mittlerweile den Ruf eines der besten Acts Irlands aufgebaut: Nach Auftritten in Deutschland, Holland und Belgien folgten Tourneen in der USA.

Im letzten Jahr schrieben Ben Reel und der Americana Hero David Ollney zusammen einen Song und spielten ihn gemeinsam mit Sergio Webb!

 

 

 

 

 

 

In Eppstein war Ben schon mit seiner irischen Band, als auch mit seinem Freund Tony McLoughlin und hat uns jedesmal überzeugt.dDiemal begleitet ihn Ronald de Jong …Eine abwechslungsreiche Show mit inhaltlichem Tiefgang, guten Songs verschiedener Genre und viel Inbrust erwartet die Fans. Die neue CD “ Nashville Callling “ hat er natürlich mit im Gepäck…Sie wurde in Nashville aufgenommen  mit E-Street-Bassist Garry Talent und von Will Kimbrough & Tommy Womack produziert….Eine weitere wertvolle Scheibe des inbrünsztigen Iren !

BRB2

http://www.benreel.com/

CD-Besprechung :

Ben Reel – Land of Escapes

Fortschritt durch Reduktion: Auf seinem achten Studioalbum geht BEN REEL im Verhältnis zu seinem 2015er Longplayer „7th“ einen Schritt zurück und setzt wieder konsequenter auf rein akustische Klänge. Produziert hat der Ire seine Musik abermals selbst, als wisse nur er, wie sie klingen muss.

Warme Orgelsounds, dumpfe Bässen und einstweiliger Mundharmonika-Einsatz (‚fields of dreams‘) prägen „Land Of Escape“ maßgeblich, doch Reel lässt sich nach all den Jahren im Business zwischen Rock und Folk bzw. US-Country nicht auf eine einzelne Richtung festlegen. Jazz, den er bereits durch seine Kollaboration mit Saxofonist Gilad Atzmon bewiesen hat, findet auf diessem Album allerdings in keinem Moment statt, wohl aber wieder die eine oder andere Kollaboration mit anderen Musikern, allen voran das Duett ‚Misty morning rain‘ mit Nashville-Größe Irene Kelley

Dem hypnotischen Einstieg ‚Landscapes‘ steht das „rockigste“ Stück ‚Drifting‘ gegenüber, und der Schöpfer intoniert den Höhepunkt ‚Fish out of water‘ fast so melodramatisch wie Bob Catley die intensivsten Magnum-Tracks, deren Musik, wäre sie weniger Hardrock-lastig, gar keinen so weiten Weg bis zu Reels Schaffen zurückzulegen hätte. Als gebranntes Kind der „Troubles“ in Nordirland schwingt in seinen Songs jedoch immer etwas Unheiles, Gebrochenes mit; in ihrer wehmütigen Art sind die Kompositionen sozusagen Balsam auf die Seelen der Generation U2, wenngleich Reel auch hörbar durch die Schulen von Bruce Springsteen und Neil Young gegangen ist.

Um aber noch einmal auf den Opener zurückzukommen und eine Gedankenkette zum Titel des Albums zu knüpfen: Dessen Leitmotiv scheint Geografie im Sinne einer seelischen Standortbestimmung zu sein: Der Platz in der materiellen Welt wirkt bei BEN REEL identitätsstiftend wie heilsam, wenn er ihn zum Zweck einer Weltflucht anstrebt. Was Wunder also, dass „Land Of Escape“ in seiner Gesamtheit wie ein transatlantischer Zwitter anmutet?

FAZIT: Americana oder Irish Folk? Fest steht, dass niemand die Gratwanderung zwischen beiden musikalischen und kulturellen Polen so versiert wie emotional schaft wie BEN REEL. „Land Of Escape“ ist wie in gedämpften Farben gemaltes Bild, das den in sich Zerrissenen mit dem eigenen Ich zu versöhnen scheint.

Pressestimmen :

`Ben is a singer-songwriter from South Armagh with a mighty band behind  him,  the sound is sometimes reminiscent of Dylan and The Band.‘  Dai Jeffries (Folking.com) May 2015  ****

 

`In days of yore there used to be something called ‘good time rock ‘n’ roll’.  With 7th, Ben Reel’s just reinvented it. ‚ ****  Pete Whalley – Get ready to rock  Sept 2015

 

`Certainly the South Armagh man shows no sign of flagging on this self-produced 14-track set – and that goes for his impressive band as well. Reel’s 2013 Darkness and the Light album was strong, but this is better balanced and more consistent. ‚

Joe Breen – The Irish Times –  **** album review of 7th/ May 2015