The Black Sorrows – Rootsrock from Australia

06
Sep 2018
Donnerstag

The Black Sorrows stehen seit Jahrzehnten an der Spitze moderner, australischer Musik.

The Black Sorrows stehen seit Jahrzehnten an der Spitze moderner, australischer Musik.

Die Band ist bekannt für ihre hochenergetischen Live-Shows.

 

 

 

 

 

Ich habe selten eine so abwechslungsreiche, hochprofessionelle Band gehört wie die Black Sorrows. Die Cover- Versionen von Hank Williams” I ´m so lonesome I could cry ” oder auch Fred Mc Dowell´s ” 61 Highway” bis hin zu Mink de Ville´s ” No such pain of love ” zeigen die Bandbreite seines Könnens und die Inbrunst mit denen er das jeweilige Genre bearbeitet ! Ein großes Künstler erwartet euch !!

Musikalisch sind The Black Sorrows die Meister des Eklektischen, vom Gospel bis zur süßen Seele, vom rohen Blues bis zum Country mit einem Hauch von Jazz und wilden Rock’n’Roll Joyrides, kein musikalischer Stil wartet auf einen Tanzpartner.

Die Black Sorrows werden im September 2018 durch Deutschland touren, um die Veröffentlichung ihres 21. Albums zu unterstützen.

Bandleader Joe Camilleri kam zu nationaler Prominenz als Frontmann der einflussreichen ’70er r’n’b Gruppe Jo Jo Zep and The Falcons. Nach der Auflösung der Falcons, gründete er The Black Sorrows mit mehreren unabhängigen Alben. Der grosse Erfolg kam mit dem Angebot eines weltweiten Plattenvertrags durch CBS/Sony. Unermüdlich machten The Black Sorrows zahlreiche Konzerttouren in Australien, spielten vor ausverkauften Sälen quer durch Europa, erzielten 18 ARIA Nominierungen sowie zwei ARIA Awards, gewannen zahlreiche Gold- und Platin Schallplatten und verkauften weit über zwei Millionen Alben.

Mit den Black Sorrows hatte er Hits nicht nur in Australien, sondern auch in Europa. Dank mehrerer Tourneen haben sich Songs wie „Chained to the Wheel“, „Harley & Rose“ und „Hold On To Me“ im Radio etabliert.

„Ich war verrückt nach Musik“ – so erinnert sich Joe Camilleri an die Zeit, als er anfing, in Bands zu spielen. „Ich war an nichts anderem interessiert. Ich habe Musik gelebt, geatmet und gegessen.“ 48 Alben später – Faithful Satellite ist sein 20. mit den Black Sorrows – und Camilleris Leidenschaft ist, falls möglich, größer als je zuvor. Mit seinem langjährigen Songwriting-Partner Nick Smith arbeitet er fast täglich an neuen Songs. Auf die Frage nach seinem Lieblingssong in seinem großen Katalog antwortet er augenzwinkernd: „Der nächste.“

Noch immer spielt er über 150 Shows pro Jahr – seine Energie scheint unerschöpflich ebenso wie die Leidenschaft und Hingabe, mit der er jeden Song, jede Platte und jeden Auftritt angeht. Joe schreibt Geschichten, großartige Geschichten; manche davon ergäben einen guten Film oder den Soundtrack zu den wilden Partyszenen in Baz Luhrmanns Verfilmung des „Großen Gatsby“ – vorlaut, übersprudelnd und voll überbordender Freude. Andere sind persönlicher wie der Blue Beat Reggae von „Love Is On Its Way“, Camilleris Hommage an den verstorbenen Gitarrenstilisten Ross Hannaford der Band Daddy Cool. „Ich habe ihn so viele Jahre spielen sehen“, erklärt er. „Auch noch einmal kurz vor seinem Tode, und ich wollte etwas aus seiner wundervollen, musikalischen Welt, wie ich sie mir vorstellte, schreiben. Er hatte etwas ganz Besonderes, etwas Wundervolles.“

„Ich bin mit Haut und Haaren dabei“, sagt Joe, das sei schon immer so gewesen. „Ich will immer weitermachen.“ Und wir alle sind eingeladen, mitzukommen und die Fahrt zu genießen. Man weiß nie, was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt – aber sicherlich weiß Joe schon, wo die Reise hingeht und hat bereits einiges davon niedergeschrieben.

Und die musikalische Reise ist wirklich richtig gut ausgefallen, das ist feinster Americana. Klasse Songwriting, klasse gespielt, gesungen und umgesetzt – sogar so gut, dass man The Black Sorrows niemals aus Australien, sondern vielmehr aus dem amerikanischen Süden vermuten würde. Camilleris Stimme – ist unwahrscheinlich wandlungsreich und trotzdem in sich stimmig. Im Roots Rock verwurzelt, wird es  durchaus auch mal rockig, mal poppig und mal deutlich der Country-Musik zugewandt. Davon kann man sich in Eppstein überraschen lassen….

 

 

 

 

 

 

www.theblacksorrows.com.au

Aktueller, gut geschriebener Pressebericht von Detlef Kinsler vom Journal Frankfurt :

The Black Sorrows

Schlaflos in Melbourne

Foto: © Black Sorrows

Foto: © Black Sorrows
Der Rolling Stone erklärte sie in Australien zu lebenden Legenden. Die kann man nun ganz intim in Eppsteins Wunderbar Weite Welt erleben. Der S-Bahnhof wurde gerade in Berlin zum „Bahnhof des Jahres 2018“ gekürt.

Wer australischen Rock auf AC/DC, Crowded House und INXS reduziert, hat Hochkaräter wie Cold Chisel, Hunters & Collectors, Midnight Oil, Wolfmother und The Black Sorrows verschlafen. Seit 1983 hat die Band aus Melbourne um Mastermind Joe Camilleri 20 Alben eingespielt, rund drei Dutzend Musiker verschlissen und tourt längst wieder nach einer Auszeit Anfang der 2000-er Jahre exzessiv mit bis zu 150 Konzerten im Jahr.

Sänger, Songschreiber, Saxophonist und Gitarrist Camilleri, im Mai 70 geworden, hat 50 Jahre Karriere hinter sich und ist kein bisschen müde, nicht mal, wenn schon früh morgens die Nacht für ihn zu Ende ist. „Je älter du wirst, desto weniger Schlaf brauchst du. Morgens um 6 stört dich dann auch keiner beim Arbeiten, es sei denn deine Ex-Frau oder Vollstreckungsbeamte klingeln dich raus oder du wirst überfallen“, bewies der gebürtige Malteser im Interview mit Kollegen Down under Humor. Schließlich habe er noch Skizzen für etwa 500 Songs auf seinem Rechner. Da kann er täglich dran arbeiten, wenn er keine Konzerte (meist drei in der Woche) spielt. Ein laufender Prozess, der 2016 zu „Faithful Satellite“, einer Sammlung von 20 Stücken führte, die einmal mehr belegt, dass The Black Sorrows echte Eklektiker sind. Von „Cold Grey Moon“, einer orchestrierten Ballade, über den Rockabilly-Song „Raise Your Hands“, die Prohibition-Swing-Adaption „I Love You Anyhow“ und den Lovers Rock Reggae „Love Is On Its Way“ bis zum erdigen „Redemption Blues“ geht die Reise durch fast alle Stile der „20th Century Contemporary Music“.

Als Experimentierfreude wie so oft unterstellt, begreift er die Diversität aber nicht. Für ihn kommt das alles eher „zwangsläufig“. Camilleri benutzt den Begriff „Stream of consciousness“. „Ich habe eine starke Verbindung zu all meinen Songs“, erklärt der Charismatiker. Die will er auf die Straße bringen und damit zu seinem Publikum kommunizieren. „Das ist doch das Beste am Musikersein, rausgehen und spielen.“ Für ihn der einzig wahre Grund seines Tuns. „Und dafür suche ich mir immer richtig gute Mitspieler, denen ich dann die Freiheit gebe, meine Songs zu interpretieren. Für mich macht es keinen Sinn, ihnen Fesseln aufzuerlegen, alles eins zu eins von den Studioversionen zu übernehmen.“

Gerade rechtzeitig zur Tournee, ließ das deutsche Blues Rose-Label wissen, dass mit „Citizen John“ einen Tag nach dem Konzert in der Wunderbar Weiten Welt ein weiteres Black Sorrows-Album erscheint. Da kann man drauf anstoßen wie auch auf eine Nachricht, die die Eppsteiner am 31. August erreichte. Denn da wurde in Berlin das aufwendig sanierte Haus, in dem das Café-Bar-Restaurant mit Livebühne seit 2007 eine attraktive Adresse weit in die Region hinein ist, zum „Bahnhof des Jahres 2018“ gekürt. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, heißt es beim WWW-Team. „Die Wunderbar Weite Welt hat einen erheblichen Anteil daran, konnten wir dem alten Gemäuer mit unserem Kulturprogramm als auch der familienfreundlichen Lokalität neues Leben einhauchen.“