Leif de Leeuw Band

20
Mai 2016
Freitag

Der holländische Topgitarrist zurück in der weiten Welt !

The young Generation of Blues

Überwältigend ist das richtige Wort um Leif de Leeuw und seine Leif de Leeuw Band zu beschreiben. Vor nicht allzu langer Zeit wurde Leif noch als jung und vielversprechend betitelt. Er gewann den Sena Talent Guitar Award zwei Mal (2009 und 2013). Heute gehören der Gitarrist und seine Band zu den Besten in der holländischen Blues-Rock Szene. Der Gewinn der prestigeträchtigen Dutch Blues Challenge Ende 2014 hat den Status der Band nochmals bestätigt. Und das nicht nur in den Niederlanden sondern auch im Ausland.

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So hat die Leif de Leeuw Band ihre ersten erfolgreichen Auftritte in Deutschland, Belgien und Luxemburg hinter sich gebracht. Insbesondere unsere östlichen Nachbarn waren sehr begeistert von der Band, was in einer zweiten Deutschlandtour für 2015 resultierte mit zusätzlichen Auftritten in der Tschechischen Republik und in Österreich.

Als Gewinner der Dutch Blues Challenge vertraten, Leif de Leeuw, Britt Jansen (Gesang/Gitarre), Eibe Gerhartl (Bass) und Tim Koning (Schlagzeug) die Niederlande bei der International Blues Challenge in Memphis, Tennessee.

Getreu dem Motto „Wenn wir schon mal hier sind“ haben sie noch eine Reihe von zusätzlichen Auftritten in Jonesboro, Paragould – Arkansas und Nashville – Tennessee gespielt. Die Band nahm auch an der European Blues Challenge 2015 in Brüssel teil, bei der sie von einem begeisterten Publikum empfangen wurden, jedoch gewannen sie keinen Preis.

Dass die Leif de Leeuw Band die Herzen der Bluesliebhaber in Europa erobert hat, bestätigte sich zuletzt als die Band den European Blues Award am 9. November 2015 gewann, und das Publikum sie zur besten Band 2015 wählte.

Blues?    

Die Leif de Leeuw Band wird noch immer häufig als Blues eingeordnet. Leifs Art und Weise zu spielen und der Klang der Band ist tief verwurzelt im Delta des Mississippi; Blues und Blues-Rock bilden zweifelsohne eine wichtige Grundlage und Quelle der Inspiration für die vier Bandmitglieder. Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass Leifs virtuose und beeindruckende Art und Weise zu spielen gut beim Bluespublikum ankommt.

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Allerdings hat die Band mittlerweile unter Beweis gestellt, dass ihr Musikstil viel weiter reicht. Funk, Soul, Roots und selbst Fusion – für die Leif de Leeuw Band gibt es keine musikalischen Grenzen. Dasselbe gilt auch für den Gitarristen. Leif hat viele verschieden Helden. Zu diesen gehören „unter anderem, David Gilmour, Joe Walsh, Jeff Beck, Larry Carlton, Paul Kossof und Andy Powell“.

Aufrichtigkeit

Jedoch ist wahrscheinlich Johnny Winter Leif de Leeuws größte Quelle der Inspiration. Im Alter von 11 Jahren besuchte Leif mit seinem Vater eines von Winters Konzerten als der Groschen fiel. „Johnny Winters musikalisches Gefühl, seine Kraft und Aufrichtigkeit haben mich wirklich überzeugt. Nach diesem Erlebnis begann ich fanatisch Gitarre zu spielen und lernte all seine Licks und Riffs. Ich wollte so Musik machen wie er es tat – ehrlich und aufrichtig. Blues oder kein Blues: das war weniger wichtig.“

Es ist diese Vielseitigkeit, die die Band so außergewöhnlich macht, wie Leif weiter ausführt: „Wir arbeiten nicht nur ausschließlich in einem Genre, sondern in viele verschiedene Richtungen. Wir möchten gerne diesen ausgetrampelten Pfad verlassen. Live spielen wir einige Coversongs von Pink Floyd und Focus, was die meisten überrascht aber gleichzeitig gut ankommt.“ Britt (Gesang und Gitarre) stimmt dem zu: „Jeder von uns vier hat einen komplett andere musikalische Vorgeschichte. Von Pink Floyd und David Crosby über Blues, Jazz und sogar Klassik. Diese Band besteht wirklich aus einer breiten Palette an Tönen und Stilrichtungen.

Leelah – das neue Album

Die Vielseitigkeit der Leif de Leeuw Band kommt auf der Mini-CD „EP-Deluxe“, die von Robin Freeman (Herman Brood, Billy Preston, etc.) produziert wurde, und die als deren erste Visitenkarte gilt, für die sie gute Kritiken erhalten hat so richtig zur Geltung. Mit einer Spieldauer von einer halben Stunde ist es beinahe ein vollständiges Album.

Der anhaltende Erfolg hatte einen vollen Terminplan mit vielen Konzerten im Jahr 2015 zur Folge und die Band ist weiterhin sehr beschäftigt. Nicht einmal hauptsächlich mit viele Auftritten, sondern viel mehr mit der Erschaffung eines neuen Albums – „Leelah“. Der Selbstmord der jungen, amerikanischen Transsexuellen Leelah Alcron, die sich am 14. Dezember 2014 das Leben nahm, hat Britt bewegt und gleichzeitig inspiriert. Für die 17-jährige wurde der Kampf gegen das puritanische Leben unerträglich.

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Die stillen Wasser hinter Britts Augen gründen tief. Sie schreibt tiefgründige und eindringliche Texte, die von schöner und fesselnder Musik eingerahmt werden. Und dort wo Worte versagen, spricht die Musik. Das erste erwachsene Album dieser jungen und talentierten Musiker ist Realität.