Ulrich Ellison & Tribe

08
Jun 2017
Donnerstag

Tribal Blues Rock From Austin TX

Für E-Gitarren Fans nicht nur ein Leckerbissen, sondern ein Pflichttermin !

Austin, Texas ist bekannt als ein Mekka für Gitarristen in Sachen Blues und Rock.

 

 

 

 

 

Der gebürtige Österreicher Ulrich Ellison geht auf eine musikalische Reise zwischen Tradition und Innovation.

Klassisch mit zwei Master-Abschlüssen in Musik ausgebildet, wurde er für ein Fulbright -Stipendium ausgewählt und zog nach Austin/Texas, die am schnellsten wachsende Musik-Community in den USA. Dort gewann er drei internationale Downbeat-Student-Awards von 2008 bis 2010 in der Kategorie Blues/Rock und hat seitdem drei weitere Alben veröffentlicht.

Die musikalischen Einflüssen Ellisons sind sehr unterschiedlich, aber es gibt eine Konstante: die Liebe zur E-Gitarre und zum Blues. „Viele meiner Songs haben eine Blues-Komponente“, sagt er, „auch wenn die Leute meine Musik mit der von so unterschiedlichen Künstlern wie Dave Matthews Band, Sting oder Porcupine Tree vergleichen.“

Seit 2012, als er mit seiner Band „The Tribe“ für Rockgiganten wie Uriah Heep und Nazareth auf ihrer Europa-Tournee eröffnet hat, touren sie durch die USA und Mitteleuropa. Sie geben alles, vom atemberaubenden Gitarrenblues bis zum knallharten Rock.

Mittlerweile einer der bekanntesten Gitarristen im „Live Music Capitol Of The World‘“ Austin TX, bekam Ulrich Ellison 2016 dort den Austin Music Award für „Austin‘s Best Guitarist“ verliehen – eine Auszeichnung, die bereits auch Stevie Ray Vaughn, Eric Johnson und Gary Clark Jr. zuteil wurde.

Nach 9 Jahren in den Staaten ist Ellison’s Band zu einem fixen Bestandteil der Szene geworden. Zur gleichen Zeit konnte der Tribe mit wechselnder Besetzung auch die Touraktivitäten in ganz Europa ausbauen. Live agiert die Band mit extremer Spielfreude und Spontanität.

 

 

 

 

Neben seinem virtuosen und einfühlsamen Gitarrenspiel fällt Ellison auch durch seine Songs auf. Meist auf rootsig-bluesigen Grooves basierend, sprengen die Stücke den stilistischen Rahmen des Bluesrock und überzeugen mit starken Spannungsbögen, ausgereifter Dynamik und Nuancen.

Die neuen Songs bewegen sich mühelos zwischen rifforientiertem Gitarrenrock, athmosphärischem Blues und souligen Songs mit der gelegentlich hineingestreuten Ohrwurm-Popmelodie dazwischen.

Ellison hat sich mit seinem 6.ten Studiorelease „America“ (Tonetribe Music) endgültig in die Oberliga der internationalen Gitarrenszene gespielt, wovon man sich auf der „America’s Most Wanted“-Tour 2017 auch in der Eppsteiner Wunderbar selbst überzeugen kann !

 

 

 

 

 

Hier noch ein aktueller Konzertbericht :

Eine amerikanische Flagge füllt die Bühne aus, aber nicht als Zeichen eines unkritischen Patriotismus. Im Gegenteil: Auf seiner CD „America“ setzt Ellison sich intensiv mit der aktuellen Situation in seiner Wahlheimat auseinander. Den Präsidenten nennt nur „Mr. T“, sein „Tearing down the Wall“ ist ein Statement gegen die geplante Mauer an der Grenze zu Mexico.

In Texas hat Ellison seinen „Viking Blues“ kreiert, der keltische und europäische Elemente in den US-Blues mischt. Gebürtig heißt er eigentlich Guggenberger, aber nahm den Namen seiner Großmutter an, die mit Stolz den Namen ihrer irischen Ahnen trug – als waschechte Steirerin.

Zur Freude der Fans steht aber nicht die Politik im Vordergrund des Konzerts, sondern echter Blues-Rock. Ellison und seine Frau werden durch Joel Duhon am Schlagzeug und Cole El-Saleh an den Keyboards unterstützt.

Als weitere Kostproben aus dem aktuellen Album präsentiert der Bandleader das ruhige „Between Heaven And Hell“ und die mit viel Hall intonierte Ballade „Feels Like Heaven“ als akustische Einladung in eine Kirche. Vor der Pause gibt es noch mit „Breathe“ einen musikalischen Schwenk in die psychedelischen Sphären von Pink Floyd.

Mit virtuosen, einfühlsamen Gitarrenspiel sprengt Ellison den stilistischen Rahmen des Bluesrock. Starke Spannungsbögen, leise Töne und Boogie-Intarsien füllen seine Soli. Zur Abwechslung greift Ellison auch zum Geigenbogen und fiedelt auf seiner E-Gitarre das Thema von „Somewhere over the Rainbow“ als Intro, um dann ein Blues-Feuerwerk zu zünden.

 Mit seinem finalen Gitarrensolo füllt Ellison den gesamten Saal, als er von der Bühne herabsteigt und die Theke erklimmt. Spontan greift er sich ein Bierglas, um die Slide Gitarre zu intonieren. Mit Augenkontakt flirtet er dabei mit den Damen. Seine unglaubliche Spielfreude ist bei jedem Ton zu spüren. Als Zugabe spielte er „Little Wing“, eine Hommage an einen der größten Gitarristen aller Zeiten: Jimi Hendrix.

Nach über zweieinhalb Stunden verabschiedet sich ein großartiger Gitarrist von einem begeisterten Publikum, der ein volles Haus verdient gehabt hat.

ulrichellison.com