Robert Jon & The Wreck

23
Aug 2017
Mittwoch

Southern-Rock, bluesiger Country und Americana – das ist Robert Jon & the Wreck

ROBERT JON & THE WRECK kommen aus Südkalifornien, sehen arschgeil aus und spielen eine Mischung aus Southern Rock, bluesigem Country und Americana.

 

 

 

 

 

Auf ihrem ersten Longplayer “Glory Bound” (der Bezug zu WOODY GUTHRIE dürfte kein Zufall sein) präsentieren sie sich nicht nur mit wirklich beeindruckender Haarpracht, sondern bieten für Fans von LUCERO, AUSTIN LUCAS und – ja! – BON JOVI (hört Euch mal “The Devil Is Your Only Friend” und “Blame It On The Whiskey” an) einen wirklich schönen Zeitvertreib!

Die CD wirkt wahrscheinlich am besten, wenn man beim Hören auf einem Schaukelstuhl auf der Veranda sitzt, ein Glass Bourbon in der Hand hält und den Sonnenuntergang bewundert.

Vor gut 1 1/2 Jahren preschte diese fantastische Band aus Orange County/California mit ihrem Debutalbum (“Glory bound”) wie aus dem Nichts in den Kreis der etablierten und neuen, jungen Southern Rock-Bands dieses momentan ein grandioses Revival erlebenden Genres und spielte sich im Nu nachhaltig in die Herzen der ewig hungrigen Fans: Robert Jon & The Wreck!

 

 

 

 

„We travel the nation, drink whiskey and play the music we love.“
So beschreiben sich die fünf bärtigen Herren aus Southern California selbst und legen ein wunderbar ballerndes Stück Musik ohne jegliches Pipapo auf den Tisch.

Nun kommt mit “Good life pie” bereits ihr zweites, ganz prächtiges Album und sie knüpfen damit nahtlos an den bärenstarken Vorgänger an.

Robert Jon & The Wreck sind: Robert Jon Burrison – lead vocals, guitars (großartige, kernige Stimme), Kristopher Butcher – lead guitar, slide guitar (baumstarke Soli, Slide- und Lead Gitarren-Arbeit), Steve Maggiora – organ, piano, wurlitzer (wundervolle Keyboard-Ergänzungen), Andrew Espantman – drums und Nick Phakpiseth – bass (eine tighte, Hi-Energy Rhythm-Section).

Längst agiert die Band mit solchen Kollegen wie Blackberry Smoke, Whiskey Myers & Co. auf Augenhöhe. Im passenden, dreckigen Südstaaten-Sound rollen sie sich ohne Umschweife direkt in die Gehörgänge. Und das voller Leidenschaft, Roheit und Inbrunst.
Mit einer großen Kelle schöpfen sie aus den Eimern Southern Rock, Blues und Folk eine energetische Mischung zusammen.
Das ergibt einen stampfenden Soundteppich inklusive einem Bass, der noch Stunden später fest im Bauch sitzt, einem mitreißenden Gitarrenspiel und dazu einem ans Herz greifenden, authentischen Gesang.

Die Songs kommen voller Energie, geradlinig, aber auch voller Substanz, voller Herz und Seele, mit klasse Melodien, tief verwurzelt in dem “Spirit” der goldenen Siebziger-Ära. Nicht nur Tracks wie der rotzige, gut nach vorn gehende, raue Opener “Rollin'” , die unwiderstehliche, herrliche Roots-/Southern Rock-Ballade “The death of me” (kommt einem vor, als sei sie einer frühen, gemeinsamen Session von Lynyrd Skynyrd und The Band entsprungen, mit tollen Gitarren, inklusive großartigem Solo, sowie wunderbaren Orgel- und Piano-Ergänzungen – der “Southern-Duft” ist überall), oder der von “wilden” Slideguitar-Ritten begleitete, brennende Uptempo Southern Rocker “What do you say” sind Musterbeispiele für den heutigen, jungen, dennoch sehr an die klassischen Bands angelehnten “Southern Rock-Circuit” – nein, das ganze Album ist wieder ein absoluter Knüller.

Robert Jon & The Wreck haben sich ganz vorn in der Southern Rock-Liga fest gebissen und sind daraus nicht mehr wegzudenken.
Robert Jon und seine Truppe haben es wirklich geschafft, die Old-School Elemente ihres Genre mit der Neuzeit zu verbinden und ihre eigene Note mit einzubringen. Der Spaß am musizieren wird in jedem Song deutlich. Da steckt Herzblut pure Energie in der Musik. Dabei verstrickt man sich nicht in Spielereien oder unnötigen Eskapaden an den Instrumenten. Das was man kann einfach durchziehen gelingt immer am besten.

www.robertjonandthewreck.com